Zur Geschichte der Städtepartnerschaften
Herzogenrath und das niederländische Kerkrade bildeten historisch gesehen seit Jahrhunderten eine Einheit. Erst im 19. Jahrhundert kam es zur Trennung - auf dem Wiener Kongress wurde Europa (auf)geteilt.
Immer aber bestanden enge partnerschaftliche Beziehungen zwischen den Städten, das Gebilde der „Zwillingsstadt“ Eurode entstand. Zur Gemeinde Mayschoß im Ahrtal bestehen historische Beziehungen. Die ersten Herren auf Burg Rode, dem Wahrzeichen Herzogenraths, waren die Saffenberger, deren Stammsitz Mayschoß war.
In den 1970er Jahren nahm die damalige Realschule Kohlscheid Kontakte zu einer Partnerschule in Plérin in der Bretagne auf, um den Schülerinnen und Schülern im Austausch zu ermöglichen, konkrete Erfahrungen mit der französischen Sprache zu machen. Der Austausch weitete sich aus, immer mehr Bürgerinnen und Bürger zeigten sich interessiert, bis schließlich auch beide Stadtverwaltungen einbezogen wurden. Die vielfältigen Begegnungen führten schließlich zur Besiegelung einer offiziellen Städtepartnerschaft in den Jahren 1985 und 1986 mit großen Festen in beiden Städten.
Nach der Öffnung des Ostblocks Anfang der 1990er Jahre kam es zu Kontakten mit Rumänien. Zuerst wurden Hilfstransporte organisiert. Im siebenbürgischen Bistritz - Bistrița wurde eine Stadt mit einer langen deutschen Tradition gefunden. Das Städtische Gymnasium fand eine Partnerschule mit einer deutschsprachigen Abteilung. Es wurde eine sehr lebendige und intensiv gelebte Schulpartnerschaft, für die sich sehr bald auch die Stadtverwaltungen interessierten. Schließlich wurde eine offizielle Städtepartnerschaft unterzeichnet und 2005 und 2006 mit großen Städtepartnerschaftsfesten gefeiert.
Damit hat Herzogenrath ein Netz der Freundschaft und der europäischen Solidarität geknüpft.
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